Insektenabwehr rund um das Gewächshaus

Sie haben es satt, ständig Ihr mühevoll angebautes Gemüse mit Löchern und vollkommen zerfressen vorzufinden?

Schädlinge haben in einem ungesicherten Gewächshaus ein leichtes Spiel. Die kleinen Tiere sehe Ihren Pflanzen als reinstes Paradies an und können oft nachhaltige Schäden, bis hin zu einem kompletten Ernteausfall verursachen.

Um dies zu vermeiden, ist es wichtig, die besten Tipps und Tricks für eine Insektenbekämpfung im Gewächshaus zu kennen und den Schmarotzern so an den Kragen zu gehen!

Gewächshaus mit offener Tür in einem schönen Garten

Insektenbekämpfung im Gewächshaus – so gelingt es

Tipp 1: Luft zum Atmen

Sorgen Sie dafür, dass die Pflanzen genügend Luft bekommen und “atmen” können. Denn nur so schützen Sie Ihre Aussaat vor Pilz- und Schimmelbefall. Ein modriges, nass-feuchtes Klima macht es den unerwünschten Bakterien einfach, das Gemüse anzugreifen.

Um dem entgegenzuwirken ist es wichtig, eine optimale Luftzirkulation zu garantieren. Zum einen erreichen Sie diese, indem Sie genügend Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen lassen.

Andererseits sind ausreichend Fenster bei der Auswahl des Gewächshauses ein wichtiges Kriterium. Besonders gut eignen sich Modelle, bei denen links und rechts ein Dachfenster zu finden ist. Denn so können Sie jeweils das Fenster in Windrichtung öffnen.

Darüber hinaus bieten Lamellenfenster, vor allem im Sommer, viele Vorteile. Sie müssen diese nicht ständig öffnen und schließen, sondern haben die Möglichkeit, die Lamellen in eine gekippte Position zu stellen. So hält die vorherrschende Luftzirkulation die Blätter der Pflanzen trocken und verhindert den Befall von Parasiten, wie Schimmel oder Pilzen.

Dies ist vor allem im Sommer für eine Insektenbekämpfung im Gewächshaus überaus wichtig. Im Winter hingegen machen dem Gemüse eher die niedrigen Temperaturen und die niedrige Luftfeuchtigkeit zu schaffen.

Zu dieser Jahreszeit ist es ebenfalls wichtig, auf eine ausreichende Sauerstoffzufuhr zu achten. Allerdings sollten Sie die Fenster nicht zu lange öffnen und niemals gekippt lassen. Denn es besteht die Gefahr, dass Ihre Pflanzen erfrieren oder die zu niedrige Luftfeuchtigkeit wiederum zu einem Schädlingsbefall führt.

Tipp 2: Weniger ist mehr

Vermeiden Sie es, Ihr Gemüse förmlich in Wasser zu ertränken. Denn so schaffen Sie Schimmel und Pilzen ein wahres Paradies. Gießen Sie die Pflanzen nur so viel, wie nötig oder greifen Sie auf eine professionelle Bewässerungsanlage zurück.

Diese kann beispielsweise auch während Ihres Urlaubes sehr praktisch sein, um täglich die richtige Menge für die Stauden parat zu haben. Ansonsten kann es passieren, dass Sie entspannt unter der heißen Sonne liegen, inzwischen sich ungestört Parasiten auf den Pflanzen vermehren.

Ebenso wichtig ist es jedoch, dass die Aussaaten nicht vertrocknen, da nur gesundes Gemüse lecker schmeckt und genug Kraft hat, Insekten abzuwehren.

Tipp 3: Der richtige Kauf

Kaufen Sie resistente Sorten, beziehungsweise sogenannte „veredelte” Gemüsearten. Das sind Wildpflanzen, die härteren Bedingungen ausgesetzt werden können. Um trotzdem den nahezu gleichen Geschmack, wie bei einer Kulturpflanze zu erreichen, wurde sie durch spezielle Züchtungsverfahren veredelt.

Meist sind solche Varianten etwas teurer. Jedoch lohnt sich die Investition hinsichtlich der Insektenbekämpfung im Gewächshaus und einer ertragreichen Ernte.

Tipp 4: Kleine Geheimwaffen nutzen

Klingt im ersten Moment etwas kurios, hilft aber meist sehr gut – Nützlinge. Kleine Tiere, wie Schlupfwespen oder Gallmücken schützen Ihr Gemüse vor unerwünschten Eindringlingen und helfen Ihnen bei der Insektenbekämpfung im Gewächshaus.

Die natürlichen Feinde der Parasiten können Sie ganz einfach über spezielle Händler im Internet erwerben.

Tipp 5: Sterilisierte Erde verwenden

Verwenden Sie eine sterilisierte Erde, die frei von jeglichen Parasiten ist. Denn oftmals enthält das gekaufte Produkt bereits von Anfang an kleine Eier oder Larven mit Schädlingen. Diese schlüpfen anschließend in Ihrem Gewächshaus und schädigen das Gemüse.

Um dies zu vermeiden, ist es sinnvoll, eine keimfreie Erde zu erwerben. Außerdem gibt es Erddämpfer zu kaufen, mit denen Sie auch die heimische Erde aus dem Kompost überaus einfach sterilisieren können.

Zudem bietet Kokoserde eine sehr gute Alternative. Sie finden diese in leichten Blöcken und müssen die Fasern vor Gebrauch nur in Wasser einlegen. Zusammen mit einem geeigneten Düngemittel ergibt sie eine keim- und schädlingsfreie Erde.

Tipp 6: Insektenfänger nutzen

Hängen Sie zur Insektenbekämpfung in Ihrem Gewächshaus Fallen und klebrige Tafeln auf, um fliegende Parasiten zu fangen.

Der Vorteil hierbei ist, dass diese oftmals vollkommen ohne Chemie auskommen, beziehungsweise kommen sie nicht mit den Pflanzen in Berührung. Allerdings fliegen auch Nützlinge auf die Lockmittel. Wenn Sie den nächsten Tipp befolgen, ist es ratsam, die Finger von solchen Tafeln zu lassen.

Tipp 7: Unkraut sofort jäten

Jäten Sie Unkraut sofort und geben Sie so Schädlingen keinen Platz für einen Unterschlupf oder um Krankheiten zu verbreiten. Im Handel bekommen Sie zudem spezielle, Pflanzenschutzmittel, welche die Pflanzen entweder düngen und so resistenter gegen Insekten machen oder vor Unkraut und Schädlingen schützen.

So vereinfachen Sie die Insektenbekämpfung im Gewächshaus enorm. Teilweise sind diese Mittel in biologischer Form erhältlich und können so ohne Bedenken bei Ihrem Gemüse zum Einsatz kommen.

Ein DIY-Bekämpfungsmittel finden Sie beispielsweise hier:

Weitere Tipps zur Insektenabwehr rund um das Gewächshaus sowie effektive Abwehr- Sprays erhalten Sie unter www.dfnt.de.

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